Die Sternsingerkinder wurden am Samstag, 11. Januar im Abendgottesdienst gesegnet, um nachher zu den Menschen in allen Häusern der Pfarrei Rain aufzubrechen. Die 19 Erstkommunionkinder und 26 ehemalige wiederbegeisterte Sternsingerkinder pflegen diesen Brauch in Rain mit viel Freude. Die Katechetin Monika Koller-Wermelinger erklärte zu Beginn des Gottesdienstes gemeinsam mit drei Sternsingerkindern die Symbolik der drei wertvollen Geschenke der Weisen.
Mit Myrrhe kann man heilen, Gold ist sehr wertvoll, geeignet für Könige zum Tragen in Kronenform und der gute Duft des Weihrauchs verbreitet sich schnell im Kirchenraum, wie sich die Botschaft Gottes in der Welt verbreiten sollte. In diesem Jahr sammelten die Kinder Geld um Aktivitäten zu unterstützen, damit die Kinderrechte gestützt werden können in Kolumbien und weltweit. Damit soll ein friedlicheres Zusammenleben ermöglicht werden.
Vor dem Bibeltext des Propheten Jesajas, wo es um die Rechte aller geht, sangen die Kinder das beliebte Lied von Andrew Bond «B.I.B.E.L»
Pfarreileiter Erich Hausheer segnete die Kreiden, die zum Anschreiben des Türspruchs verwendet wurden und die Sternsingkinder, damit sie den Frieden und die Freude sicher zu den Menschen in die Häuser bringen mochten. Der Segnungsgottesdienst wurde von Kindern der Kinderchöre der Musikschule MSOSS und Margrit Leisibach sehr stimmungsvoll begleitet.
Jedes Haus der Pfarrei Rain wird besucht
«Gott sägnet euch ond euches Huus!“ sprachen die Kinder auf ihrer Tour von Haus zu Haus, schrieben den Spruch an die Türe und appellierten für Solidarität mit den Kindern in Kolumbien und weltweit. „Wir besuchen jedes Haus der Pfarrei!“ wissen die Sternsingkinder. Die Kinder sind meist sehr willkommen, kriegen manchmal auch noch ein Guezli oder ein Zeltli als Lohn für ihre Arbeit.
Auf die müden aber überaus glücklichen 29 Sternsingergruppen wartete am Samstag-, Montag- und am Dienstagabend jeweils ein kleiner Imbiss. „29 Erwachsene begleiteten dieses Jahr die insgesamt 45 Kinder zu den Häusern in Rain“, berichtet die verantwortliche Katechetin.
Flinke Hände von vier zusätzlichen Frauen kleiden jedes Jahr die Königinnen und Könige sowie die Sternträgerinnen fachkundig ein. Die Kleider werden vorgängig probiert, Längen angepasst und nach den drei Sternsingertagen wieder gewaschen und bereitgemacht fürs kommende Jahr. Monika Gürber, seit zehn Jahren mit dabei im Team dieser engagierten Frauen, wurde im Aussendungsgottesdienst speziell geehrt.
Text und Fotos: Stefan Ruckli und Margrit Leisibach Hausheer



