Versöhnungsweg der Viertklässler in Rain und Hildisrieden
Elementar im Zusammenleben ist das Nachdenken über das eigene Leben mit allen Aktivitäten, den guten, aber auch der schlechten. Die Viertklässler waren am Samstag 8. Februar in Rain und am 15. Februar 2025 in Hildisrieden eingeladen, auf den Versöhnungsweg zu gehen. Sie wurden von der Katechetin Beatrice Bucher im Unterricht zum Thema Umgang mit Schuld und Fehlverhalten gut vorbereitet. An den verschiedenen Weg-Stationen konnten die Kinder zusammen mit einer selbstgewählten erwachsenen Person ihr Leben im Spiegel betrachten und besprechen.
Die letzte Station: Begegnung mit Gott
Um 18.00 Uhr trafen sich alle in der Kirche, um noch mit Jesus ihr Leben zu reflektieren. Musikalisch wurden sie von Ursula Sulzer am E-Piano begleitet. Sie sangen „Gott het dini Schuld, alli Fähler vergäh“ und „Bisch zerstritte und du weiss esch, gib mer d’Hand!“ In Rain gestaltete Judith Rast Zeier mit Querflötenschülerinnen den Gottesdienst mit.
Der Pfarreileiter Erich Hausheer-Leisibach trug die Legende vom barmherzigen Vater aus dem neuen Testament (Lk.15,11) vor, welcher seinen Sohn, trotz grossen Fehlern beim Zurückkommen freudig in seine Arme nahm und ein Festmahl veranstaltete. „So ist Gott auch mit dir, wenn du in deinen Spiegel schaust. Stolz darfst du über alles sein, was dir gelungen ist. Aber es gibt sie auch, die unschönen Verhaltensweisen z.B. die dummen, schmerzhaften Verletzungen, die du mit Wort oder Tat einem Mitmenschen zugefügt hast. Gott sagt dir trotzdem „Ich ha di gärn!“ und schenkt dir Kraft und Mut, es besser zu machen.
Der Frieden in der Welt wächst nur, wenn Frieden im Kleinen, in der Familie, Schulklasse, im Frieden mit sich selbst und mit Gott seine Wurzeln hat.
Text und Fotos: Emil Barmet


