Am Sonntag, 18. Mai trat der No Name Chor aus Ballwil im Rahmen der Konzertreihe von Musica Sacra Rain auf. Er präsentierte in der vollen Rainer Kirche ein Programm mit Liedern rund um Beziehungen und der Verbundenheit. Der Funke sprang sehr schnell aufs Publikum über.
Eingeleitet wurde das Konzert mit dem ergreifenden und sanften Lied «My love is always here» aus einem Harry Potter-Film. Dabei sangen und summten die von Margrit Leisibach Hausheer geleiteten rund 25 Sängerinnen und Sänger in einem riesigen Halbkreis ganz nahe am Publikum. Mit dem Lied «So easy, wenn du da bisch» von Dabu Fantastic ging es in schwebender, scheinbar zeitloser Atmosphäre weiter. Zwei weitere Lieder stammten aus Südafrika, aus dessen Kulturgut sich der Chor besonders gern bedient. Bei «Umahlalela» zeigten die Damen den Männern mit Worten und Gesten, wo es langgeht. Wunderschön stimmte der Chor in den mitreissenden südafrikanischen Rhythmus ein. Beim Hochzeitslied «Sizongena» beeindruckten die Wechselgesänge zwischen den hohen und tiefen Stimmen sowie die Überlangerungen verschiedener Melodien.
Erich Hausheer führte in seinen Moderationen gewandt und mit einem Augenzwinkern in die Themen der Lieder ein. Aus dem Chor ragten immer wieder Einzelstimmen mit kurzen Soli heraus, die vom Chor begleitet und wieder abgelöst wurden. So etwa beim Jazzstandard «Ain’t she sweet». Amüsant war, wie sämtliche Sängerinnen die von den Sängern besungene Bewunderung gestenreich auf sich selbst bezogen. Einer der interpretierten aktuelleren Hits war «All of me» von John Legend über die Schönheit wahrer Liebe. Der Chor überzeugte auch hier mit reicher dynamischer Gestaltung, zeigte sich text- und intonationssicher und strahlte eine immense Freude aus beim Singen. Oftmals wechselten die Sängerinnen und Sänger ihre Positionen, was den Klang stets veränderte.
Beim schottischen Lied «Loch Lomond» liessen sie die Stimmung von melancholischen Klängen bis zur imitierten Marschmusik am Ende des Stücks entwickeln. Zum Abschluss tauchte der Chor in die Musicalwelt ein mit dem berühmten Lied «I am what I am» aus «La Cage aux Folles». Noch einmal zeigte der No Name Chor sein ganzes Können und setzte dem Konzert ein fulminantes Finale. Eine Sängerin schilderte ihre Eindrücke beim Apero nach dem Konzert so: „Unsere Freude am Singen übertrug sich auf das begeisterte Publikum, dessen lebhafte Teilnahme den Abend für uns unvergesslich machte“.
Text: Patric Stocker
Bild: Kurt Häfliger

